Abstract
Political cynicism undermines democratic states and is on the rise in Europe. A better understanding of the processes and predictors of political cynicism is both timely and relevant. Bridging work psychology and political sciences, we investigate the relationship between perceptions of effort-reward imbalance from the workplace and their association with political cynicism. We predict that perceived control at work mediates the relationship between effort-reward imbalance and political cynicism. Moreover, we investigate the role of time and study the proposed relationships using several analytical approaches in a cross-lagged panel design. Analyses were based on 277 Belgian workers (time lag: 8 months). Relationships were supported in the cross-sectional and over-time analyses but not in the fully longitudinal model accounting for autoregressive effects; reverse causation effects were not found. There are some signs that contributing to work and not feeling adequately rewarded may be a relevant factor in better understanding political attitudes.
Zusammenfassung: Politischer Zynismus untergr & auml;bt demokratische Staaten und nimmt in Europa zu. Ein besseres Verst & auml;ndnis der Prozesse und Pr & auml;diktoren von politischem Zynismus ist daher zeitgem & auml;ss und relevant. Arbeitspsychologie und Politikwissenschaft verkn & uuml;pfend untersuchen wir den Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung eines Ungleichgewichts zwischen Aufwand und Belohnung am Arbeitsplatz und dessen Verbindung zu politischem Zynismus. Wir erwarten, dass wahrgenommene Kontrolle am Arbeitsplatz als indirekter Effekt zwischen diesem Ungleichgewicht und politischem Zynismus wirkt. Dar & uuml;ber hinaus untersuchen wir die Rolle der Zeit und analysieren die angenommenen Zusammenh & auml;nge in einem Cross-Lagged-Panel-Design. Die Analysen basieren auf Daten von N = 277 Arbeitnehmern aus Belgien (Zeitintervall: 8 Monate). Die Zusammenh & auml;nge zeigen sich in den Querschnitts- und l & auml;ngsschnittlichen Analysen, nicht jedoch im vollst & auml;ndig longitudinalen Modell, welches autoregressive Effekte ber & uuml;cksichtigt. Auch fanden sich keine Hinweise auf umgekehrte Kausalit & auml;t. Resultate zeigen dennoch, dass hohe Verausgabung bei unzureichender Belohnung ein relevanter Faktor f & uuml;r das Verst & auml;ndnis politischer Einstellungen sein k & ouml;nnte.